Forschung und Entwicklung

Die Reproduzierbarkeit von kritischen Situationen und Kontrolle aller Randbedingungen und Freiheitsgrade der Situationsentwicklung ermöglicht agile Zusammenarbeit und Quantifizierung von Entscheidungsgrundlagen.

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Simulation im Kern

Prinzipiell betrachten wir die Simulation als divergenten, systemischen Ansatz, Prozesse und Randbedingungen immersiv abzubilden. Damit unterscheidet sich unser Simulationsbegriff von der Konvergenz auf eine Funktion oder einen Aspekt.

Typischerweise wird in Naturwissenschaft und Technik die Evolution von zusammenhängenden Komponenten, in der Luftfahrt beispielsweise das Systemverhalten aus Mensch und Maschine simuliert. Erfahrungsgemäß entwickeln sich Komponenten, Faktoren und Zusammenhänge in der Medizin abseits der Routine zB. im Zuge von Innovation exemplarisch ungleichmäßig und nichtlinear.

emulieren (Verb)

Bedeutungen:

  1. genau nachbilden, nachformen

["emulieren." Wiktionary, Das freie Wörterbuch. 2. Nov. 2018, 02:58 UTC. 28. Jan. 2019, 17:13. URL]

 

simulieren (Verb)

Bedeutungen:

  1. sich verstellen, etwas vortäuschen
  2. bildungssprachlich, Fachsprache: bestimmte Vorgänge nachahmen, nachbilden
  3. veraltend: über etwas nachsinnen

["simulieren." Wiktionary, Das freie Wörterbuch. 13. Nov. 2018, 09:17 UTC. 28. Jan. 2019, 17:13. URL]

Die wesentlichen Stärken der Simulation von (unsterblichen) Patienten für Forschung und Entwicklung sind:

  1. Hohe Immersion begünstigt sehr realistisches Verhalten
  2. Dramatische Simulationserfahrungen können Diskussionen und Ergebnisse emotional verankern
  3. Intra- und interdisziplinäre Kommunikation kann auf gemeinsamen Erfahrungen aufbauen
  4. Nichtmediziner können die Rolle des Arztes einnehmen
  5. Abläufe können unterbrochen werden
  6. Frühe Prototypen können in Systemkontext und Abläufe integriert werden
  7. Prozess- und Schnittstellenparameter können beliebig gemessen werden
  8. Auch kritische Randbedingungen können reproduziert werden
  9. Handhabe innovativer Ansätze in kritischen Situationen kann eine positive Assoziation verstärken
  10. Sämtliche Freiheitsgrade der Patientenentwicklung können gesteuert werden
  11. Beliebige Prozesse und Prozessabschnitte können abgebildet werden
  12. Teilnehmer sind abseits ihres Arbeitsalltags
  13. Psychological Safety für eine offene Diskussion kann in geschütztem Rahmen aufgebaut werden
  14. Trainings-, Fort- und Weiterbildungsaspekte können Teilnehmer zur Teilnahme komotivieren
  15. Trainings-, Fort- und Weiterbildungsaspekte können Forschungsergebnisse und Kontakte vernachhaltigen

Deshalb ist unseren Forschungsschwerpunkten gemein, diese Vorteile maximal auszunutzen.

Im BeST können Körperspenden und Simulatoren in prototypischen Abläufen, Umgebungen und Systemen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie für Evaluationen sehr sinnvoll eingesetzt werden.

Die Verwendung der Humanpräparate erfolgt dabei immer unter klaren und insbesondere auch ethisch überprüfbaren Rahmenbedingungen.

Das BeST entspricht der Charité 3R Initiative, die auf das das "3R-Prinzip": Replace – Reduce – Refine von William Russell und Rex Burch zurück geht. Der Einsatz von humanen Körperspenden und Simulatoren kann in Forschungs- und Entwicklungsprojekten und in Evaluationen, Tierversuche ersetzen (Replace), die Anzahl der Versuchstiere reduzieren (Reduce) oder die Belastung für Versuchstiere mindern (Refine).

Forschungsinteressen und Schwerpunkte

  • Telemedizin
  • Interoperabilität
  • Implementation
  • Robotik und Navigation
  • Homogenisierung
  • Hybrid OP
  • Automatisierung
  • Artifizielle Intelligenz und Maschinelles Lernen
  • Integration und User Experience
  • Interdisziplinäre Entwicklung