BeST-CAT

Insbesondere für die chirurgischen Kurskonzepte stehen immer auch neue und innovative Ansätze unter Verwendung neuester Medizintechnik im Fokus der Veranstaltungen. Für die Kurse wird in den Präpariersälen der Anatomie jeweils ein sehr realistische und für die zu trainierenden Abläufe professionelle Arbeitsumgebung geschaffen.

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Das Chirurgisch Anatomische Trainingszentrum (BeST-CAT) wird im Jahr 2019 in den Räumen der Anatomie der Charité ca. 50-60 Fortbildungsveranstaltungen durchführen. Diese bereits geplanten und zum Teil schon seit vielen Jahren erfolgreich stattfindenden Veranstaltungen richten sich an die verschiedenen chirurgischen Fächer sowie an Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Osteopathen, an Pflegekräfte sowie weitere Medizinalberufe. Für die chirurgischen Kurse, die in der Regel einen praktischen Teil in den Präpariersälen der Anatomie vorsehen, werden ausschließlich "fresh-frozen" Humanpräparate verwendet und angeboten. Für viele der anderen Kurse stehen fixierte Präparate des gesamten menschlichen Körpers in verschiedensten Präparationstiefen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Plastinate sowie weitere anatomische Modelle, für Demonstrationen und Selbststudium. Die angebotenen Kurskonzepte richten sich nicht nur an verschiedenste Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen, sondern decken auch die unterschiedlichen Qualifikationsstufen innerhalb der Profession ab. Es gibt Kursangebote für Anfänger sowie für ausgewiesene Experten.

Das BeST-CAT sieht sich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die professionelle Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen in der Verantwortung. Durch die sehr gute Vernetzung des BeST-CAT mit zahlreichen KollegInen in den Charité-Centren besteht ein enger Kontakt zu Experten in nahezu alle Bereichen der Charité. Im Zusammenbringen dieser Expertenexpertise mit den Veranstaltern unserer Kurse sieht das BeST-CAT eine seiner wichtigsten Aufgaben um so auch zukünftig immer wieder herausragende Kursangebote zu realisieren.

Auszug aus dem Kodex "Umgang mit Körperspenden"

Ihren gesetzlichen Auftrag, den medizinischen Fortschritt durch Forschung und medizinische Ausbildung wie auch Fort- und Weiterbildung des Medizinpersonals zu fördern, erfüllt die Charité im Rahmen eines humanistischen Menschenbildes. Die Charité versteht darunter auch, dass die zur Qualifizierung und zum Erwerb nötigen medizinischen Kenntnisse und Fertigkeiten schonend, aber nachhaltig vermittelt und erarbeitet werden sollen. Kenntniserlangung und Kenntnissicherung sowie die Einübung und Erprobung von Fertigkeiten, sollen daher soweit als möglich von Heilbehandlungen auf alternative Möglichkeiten verlagert werden.

Haltung der Charité zum Umgang mit Körperspenden

Die Durchführung von Anatomiekursen stellt einen zentralen Teil der human- und zahnmedizinischen Lehre dar. Darüberhinausgehend erkennt die Charité den Einsatz von Körperspenden als eine Möglichkeit an, das Erlernen medizinischer Kenntnisse und Fertigkeiten Patienten-schonend zu optimieren. Anatomische Präparate werden vor diesem Hintergrund auch in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung sowie für Forschungszwecke eingesetzt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Der grundlegende Handlungsrahmen für den Umgang mit Körperspenden wird durch die dazu bestehenden Gesetze vorgegeben. In Land Berlin sind es in erster Linie die Regelungen des Berliner Sektions- und des Bestattungsgesetzes. An der Charité ist der Umgang mit den Körpern Verstorbener entscheidend durch diese Gesetze determiniert und findet ausschließlich innerhalb ihrer rechtlichen Grenzen statt.

Anatomie

Das Anatomische Theater in der alten Marstall.

"Anatomie im weitesten Sinne des Wortes ist die Wissenschaft der Organisation. Sie zerlegt die Organismen in ihre bildenden Bestandtheile, eruiert das Verhältnis derselben zueinander, untersucht ihre äusseren, sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften und ihre innere Struktur, und lernt aus dem Todten, was das Lebendige war. Sie zerstört mit den Händen einen vollendeten Bau, um ihn im Geiste wieder aufzuführen und den Menschen gleichsam nachzuschaffen. Eine herrlichere Aufgabe kann sich der menschliche Geist nicht vorstellen."

Joseph Hyrtl (Wiener Anatom, 1811-1894)

Mit der 1700 gegründeten "Sozietät der Wissenschaften" erhielt die preußische Hauptstadt 1713 ein Theatrum anatomicum zur vorzugsweisen Unterrichtung der Wundärzte des Militärs, aber auch ziviler Ärzte, Hebammen und anderer Medizinalberufe.

Dem Brauch der Zeit folgend, durften aber ebenso "Leute von Distinction" an den anatomischen Zergliederungen teilnehmen.